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Rugby WM Qualifikationsturnier in Marseille

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Vom 11. bis 23. November 2018 findet das letzte Qualifikationsturnier (Repechage Tournament) für die Rugby Weltmeisterschaft in Japan 2019 statt.

Kanada, Kenia, Hongkong und Deutschland spielen in diesem Turnier den letzten freien Platz für den Rugby Worldcup 2019 aus.

Der Gewinner des Turniers wird bei der WM in Pool B auf Neuseeland, Südafrika, Italien und Namibia treffen.

Die Spieltage des Turniers:

11. November 2018

13 Uhr
Kanada – Kenia

16 Uhr
Hongkong – Deutschland


17. November 2018

13 Uhr
Hongkong – Kenia

16 Uhr
Kanada – Deutschland



23. November 2018

18 Uhr
Kenia – Deutschland

21 Uhr
Hongkong – Kanada


Pro7Maxx überträgt die deutschen Spiele live im deutschen Fernsehen.

 

Neuseeland bleibt an der Rugby Union Spitze – doch wie lange noch?

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Die Rugby Union Weltmeisterschaft 2019 steht ein Jahr bevor. Am 20. September steht in Pool A das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Japan und Russland an. Bis dahin ist es ein weiter Weg, auf dem noch einige Testspiele warten. Während die großen Favoriten einer Weltmeisterschaft meist die gleichen sind, könnte es diesmal anders aussehen. Dennoch steht Neuseeland an der Spitze der Welt – wie lange noch?

Testspielniederlage sorgt für Aufregung bei All Blacks

In der Historie der Rugby Union Weltmeisterschaften konnten bisher gerade einmal vier Nationen über einen Triumph jubeln. Neben Rekordweltmeister Neuseeland waren dies zweimal Australien und Südafrika sowie der Titelträger von 2003, England, mit dem legendären Verbinder Jonny Wilkinson. So erstaunt es nicht wirklich, dass vor dem ersten Weltturnier außerhalb einer der großen Rugby-Nationen wieder die üblichen Verdächtigen als Favoriten genannt werden. Und doch könnte es in Japan 2019 so viel anders werden, als zuletzt bei der WM 2015 in England, wo sich die All Blacks den Titel holten. Daran Anteil haben vor allem die Leistungen Neuseelands sowie der vor drei Jahren zweitplatzierten Australier.

Noch liegt Neuseeland an der Spitze der Rangliste vor der Weltmeisterschaft, doch fast exakt ein Jahr vor dem Auftakt musste der amtierende Doppelweltmeister eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Die All Blacks verloren erstmals seit 2009 gegen Südafrika und mussten diese Niederlage sogar auf heimischem Grund erleiden. Die Springboks gingen mit einem 34:36 aus der Höhle des Löwen heraus. Insbesondere Flügelstürmer Aphiwe Dyantyi machte in der Partie mit zwei Versuchen auf sich aufmerksam. Damit setzt er die große Tradition fort, die über Jahre vom gerade zurückgetretenen Bryan Habana geschrieben wurde. Nach sieben Jahren als amtierendem Weltmeister ist es nicht allzu schlecht, wenn die Konkurrenz sieht, dass selbst Neuseeland zu schlagen ist. Trotz aller Probleme sind die All Blacks mit einer Quote von 2,10 (Stand 21.09.) der Topfavorit auf den abermaligen Triumph in Japan. Testspielsiege gegen Australien und Frankreich unterstreichen diese Anspruchshaltung im Land des Haka.

Erzrivale zeigt große Schwächen

Ehe es für den großen Rivalen Australien im zweiten Spiel der WM im Sapporo Dome gegen Ozeanien-Gegner Fidschi losgeht, muss noch viel geschehen, um in den Kreis der Favoriten zurückzukehren. Zu schwach waren die Leistungen, die die Wallabies im abgelaufenen Jahr boten. Nicht nur die zwei heftigen Niederlagen gegen Neuseeland taten Fans wie Spielern weh. Im September setzte es nun auch noch die erste Heimniederlage gegen Argentinien seit 35 Jahren. Während die Back Row stets die Stärke der Wallabies war, gibt es ausgerechnet hier die größten Probleme. Dank der Gruppe mit Wales könnte es schon frühzeitig zu großen Sorgen kommen.
Jene Waliser werden gestärkt anreisen und mit ihrem gut funktionierenden Offensiv-Rugby von Warren Gatland attackieren. Seit 2016 ist eine klare Entwicklung auszumachen, die Wales tatsächlich in den Kreis der Favoriten führte. 2011 sprang in Neuseeland immerhin ein vierter Platz heraus, wird es diesmal mehr? Trotz des Rücktritts von Sam Warburton gibt es ausreichend Optionen für den Trainer. Im November steht das wichtigste Testspiel an, wenn es gegen Gruppengegner Australien geht, die Wales seit 13 Partien nicht mehr gewinnen ließen.

Noch wahrscheinlicher ist ein Titelgewinn Südafrikas, das nach dem großen Triumph in Frankreich 2007 einige Zeit brauchte, um zur absoluten Spitzenklasse zurückzukehren. Dies könnte nun gelungen sein, wie der Sieg gegen England zeigte. Nach einem 3:24 Rückstand innerhalb von 20 Minuten drehten die Springboks die Partie und holten sich somit einen verdienten Sieg in der Testspielserie. Auch Argentinien wurde daheim geschlagen, ehe Auswärtsniederlagen gegen die Pumas und Australien die Verantwortlichen wieder auf den Boden brachten. Die Mannschaft hat, wie gegen Neuseeland gezeigt, das Zeug für Großes und könnte mit Neuseeland nach Weltmeistertiteln gleichziehen.

Die vierte Mannschaft, der am ehesten eine gute Rolle in Japan zuzutrauen ist, sollte Irland sein. Derzeit besitzen die Iren das beste Team Europas und möchten dies bis 2019 oder darüber hinaus gerne beibehalten. Irland holte sich den viel umjubelten Grand Slam bei den Six Nations, gewann also sämtliche Spiele gegen die Konkurrenz aus England, Schottland, Wales, Frankreich und Italien. Dass im Anschluss daran noch der erste Gewinn einer Testspielserie in Australien seit 39 Jahren folgte, unterstreicht den starken Formanstieg der Iren unter Trainer Joe Schmidt während der letzten Jahre. Als Highlight vor dem WM-Pool mit Schottland und Gastgeber Japan wartet im November das Duell gegen Neuseeland. Kann auch Irland wie Südafrika seine Ambitionen gegen den größten Konkurrenten unter Beweis stellen?

Ein Großer tritt ab – Karriereende von Bryan Habana

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Wenn man an die großen Rugbyspiele denkt, kommen gewöhnlich diese vier Nationen öfter als andere vor: Neuseeland, Australien, England und Südafrika teilten sich die bisherigen Weltmeistertitel untereinander auf. Einer der größten Spieler, unter anderem auch Weltmeister 2007, ist Bryan Habana. Nun gab der Südafrikaner sein Karriereende bekannt.

Südafrikas größter Spieler aller Zeiten?

Quelle: BBC Sport via Twitter

Als der Autor dieses Artikels 2007 zum ersten Mal eine Rugby-Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgte, war er begeistert. Die Geschwindigkeit, die schiere Wucht, mit der die Spieler agierten, begeisterte bei Weitem nicht nur live im Stadion. Und dann waren da die Spieler selbst, etwa der Franzose Sébastien Chabal, der mit seiner wilden Mähne den Gastgeber vorantrieb. Wirklich angetan hatte es ihm jedoch dieser eine Südafrikaner, der etwas gedrungen wirkte, aber auf dem Flügel einen unfassbaren Speed an den Tag legte. Ganz andere Sachen legte er ebenso, nämlich Versuche ins gegnerische Malfeld. Vier davon im Auftaktspiel gegen Samoa, gleich zwei im Halbfinale gegen Argentinien. Es schien nur richtig, dass sich ein Spieler solcher Qualität am Ende auch Weltmeister nennen durfte.

Habana wurde nach dem Finalsieg gegen England mit dem IRB Player of the Year Award geehrt. Nun gab er das Ende seiner Karriere bekannt. Am Ende der laufenden Saison in Europa soll Schluss sein mit Versuchen und Titeln, von denen Habana so viele gesammelt hat wie kein anderer Südafrikaner. Treten die Größten eines Sports ab, gibt es meist unzählige Rückblicke auf die Karriere und deren Highlights. Bei Bryan Habana ist dies seit der Ankündigung seines Karriereendes nicht anders. Für immer wird er als eine Versuchsmaschine in die Geschichtsbücher eingehen, die wirklich alles dem Erfolg auf dem Feld unterordnete. Neben seiner Geschwindigkeit war er vor allem die Abschlussstärke und starke Antizipation, die jedes Team von ihm träumen ließ. Nicht zuletzt deshalb sprechen viele Experten vom größten Rugbyspieler, den der afrikanische Staat je gesehen hat.

Habana überzeugt auch im Klub

Quelle: All Blacks via Twitter

Natürlich ist es angesichts der langen Historie des Landes im Rugbysport nicht wirklich eine tolle Idee, diese Generationen zu vergleichen. Mit Danie Craven, Francois Pienaar, Os du Randt und vielen weiteren, brachte Südafrika unzählige große Spieler hervor, die sie immer wieder zu einem der Favoriten auf den Weltmeistertitel machten. Selbst 2019 ist es laut Online Sportwetten noch immer nicht ausgeschlossen, dass die Springboks triumphieren werden. Sicher, die Favoriten sind mit Neuseeland oder Irland andere, doch eine Quote von 11,00 (Stand 04. Mai) macht beim Turnier in Japan zumindest Hoffnung. Habana wird dann wie seine Landsleute die Mannschaft anfeuern, für die er ab 2004 aktiv war. Dennoch wird er vermisst werden, da er auf jeder Station seiner Karriere glänzen konnte und dabei der ultimative Teamplayer war.

Am Ende seiner langen Karriere stehen 124 Tests, der letzte davon im Jahr 2016, in denen Habana 67 Versuche erzielte. Der letzte Klub, der diesen fantastischen Spieler unter Vertrag nehmen durfte, war Toulon aus Frankreich. Das großzügige Öffnen des Geldbeutels bereuten auch sie selbstverständlich nicht. Neben unzähligen Punkten auf dem Feld holte der Klub mit ihm unter anderem zweimal den Heineken Cup und einmal den Top 14-Titel. Für einige Zeit galt Toulon auch dank ihm als bester Klub der Welt. Neben Jonny Wilkinson, Dan Carter und Richie McCaw nimmt Bryan Habana seinen Platz als einer der besten Spieler des modernen Rugby ein. Seine Spiele und Erfolge werden für immer in Erinnerung bleiben. Und für den Autoren persönlich, dass er ihn damals vor 11 Jahren vom Rugby überzeugte.

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