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Ein Großer tritt ab – Karriereende von Bryan Habana

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Wenn man an die großen Rugbyspiele denkt, kommen gewöhnlich diese vier Nationen öfter als andere vor: Neuseeland, Australien, England und Südafrika teilten sich die bisherigen Weltmeistertitel untereinander auf. Einer der größten Spieler, unter anderem auch Weltmeister 2007, ist Bryan Habana. Nun gab der Südafrikaner sein Karriereende bekannt.

Südafrikas größter Spieler aller Zeiten?

Quelle: BBC Sport via Twitter

Als der Autor dieses Artikels 2007 zum ersten Mal eine Rugby-Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgte, war er begeistert. Die Geschwindigkeit, die schiere Wucht, mit der die Spieler agierten, begeisterte bei Weitem nicht nur live im Stadion. Und dann waren da die Spieler selbst, etwa der Franzose Sébastien Chabal, der mit seiner wilden Mähne den Gastgeber vorantrieb. Wirklich angetan hatte es ihm jedoch dieser eine Südafrikaner, der etwas gedrungen wirkte, aber auf dem Flügel einen unfassbaren Speed an den Tag legte. Ganz andere Sachen legte er ebenso, nämlich Versuche ins gegnerische Malfeld. Vier davon im Auftaktspiel gegen Samoa, gleich zwei im Halbfinale gegen Argentinien. Es schien nur richtig, dass sich ein Spieler solcher Qualität am Ende auch Weltmeister nennen durfte.

Habana wurde nach dem Finalsieg gegen England mit dem IRB Player of the Year Award geehrt. Nun gab er das Ende seiner Karriere bekannt. Am Ende der laufenden Saison in Europa soll Schluss sein mit Versuchen und Titeln, von denen Habana so viele gesammelt hat wie kein anderer Südafrikaner. Treten die Größten eines Sports ab, gibt es meist unzählige Rückblicke auf die Karriere und deren Highlights. Bei Bryan Habana ist dies seit der Ankündigung seines Karriereendes nicht anders. Für immer wird er als eine Versuchsmaschine in die Geschichtsbücher eingehen, die wirklich alles dem Erfolg auf dem Feld unterordnete. Neben seiner Geschwindigkeit war er vor allem die Abschlussstärke und starke Antizipation, die jedes Team von ihm träumen ließ. Nicht zuletzt deshalb sprechen viele Experten vom größten Rugbyspieler, den der afrikanische Staat je gesehen hat.

Habana überzeugt auch im Klub

Quelle: All Blacks via Twitter

Natürlich ist es angesichts der langen Historie des Landes im Rugbysport nicht wirklich eine tolle Idee, diese Generationen zu vergleichen. Mit Danie Craven, Francois Pienaar, Os du Randt und vielen weiteren, brachte Südafrika unzählige große Spieler hervor, die sie immer wieder zu einem der Favoriten auf den Weltmeistertitel machten. Selbst 2019 ist es laut Online Sportwetten noch immer nicht ausgeschlossen, dass die Springboks triumphieren werden. Sicher, die Favoriten sind mit Neuseeland oder Irland andere, doch eine Quote von 11,00 (Stand 04. Mai) macht beim Turnier in Japan zumindest Hoffnung. Habana wird dann wie seine Landsleute die Mannschaft anfeuern, für die er ab 2004 aktiv war. Dennoch wird er vermisst werden, da er auf jeder Station seiner Karriere glänzen konnte und dabei der ultimative Teamplayer war.

Am Ende seiner langen Karriere stehen 124 Tests, der letzte davon im Jahr 2016, in denen Habana 67 Versuche erzielte. Der letzte Klub, der diesen fantastischen Spieler unter Vertrag nehmen durfte, war Toulon aus Frankreich. Das großzügige Öffnen des Geldbeutels bereuten auch sie selbstverständlich nicht. Neben unzähligen Punkten auf dem Feld holte der Klub mit ihm unter anderem zweimal den Heineken Cup und einmal den Top 14-Titel. Für einige Zeit galt Toulon auch dank ihm als bester Klub der Welt. Neben Jonny Wilkinson, Dan Carter und Richie McCaw nimmt Bryan Habana seinen Platz als einer der besten Spieler des modernen Rugby ein. Seine Spiele und Erfolge werden für immer in Erinnerung bleiben. Und für den Autoren persönlich, dass er ihn damals vor 11 Jahren vom Rugby überzeugte.

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Der schlafende Riese Rugby erwacht in Deutschland

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Bei Rugby denken die meisten erst einmal an Australien, Schottland und Neuseeland. Aber selbst wenn Deutschland nicht als das klassische Rugby Land gilt, wird der Mannschaftssport in unserem Land immer populärer.

In Neuseeland dreht sich alles um Rugby

Wenn Codie Taylor durch die Straßen von Wellington spaziert, wird er alle paar Meter um ein weiteres Autogramm gebeten. Der Stürmer von den All Blacks aus Neuseeland ist so bekannt wie Franz Beckenbauer und Manuel Neuer in Deutschland. In Neuseeland ist Rugby der Nationalsport, wie in Schottland und anderen Commonwealth Staaten. Bei den Rugby Meisterschaften in Neuseeland sind die Straßen in den Austragungsorten wie ausgestorben, die Fan Artikel der verschiedenen Mannschaften gehen weg wie warme Semmel und die Live-Wetten brechen alle Rekorde. Selbst die lokalen Sportzeitungen berichten über jede noch so kleine Neuigkeit, die die Resultate der Liga beeinflussen könnte.

In Deutschland ist der Mannschaftssport leider noch nicht so beliebt, obwohl der Sportdirektor des Deutschen Rugby-Verbands (DRV), Manuel Wilhelm, große Pläne hat. Rugby soll in Deutschland die Nummer 3 der Teamsportarten werden. Angesicht der immensen Bedeutung, die Rugby in vielen Teilen der Erde hat, scheint das keine allzu große Herausforderung zu sein. Die Rugby Weltmeisterschaften sind nach der Fußball-WM und Olympia schon die am meisten gesehenen Sportveranstaltungen im Fernsehen. Die Weltmeisterschaften 2017 besuchten in den WM-Arenen mehr als 2,2 Million Zuschauer, bei denen die All Blacks sich den Endsieg sicherten.

 

Die Wild Rugby Academy und Capri Sonne

Um den Sport in Deutschland noch attraktiver zu machen, ist der DRV vor allen Dingen auf eine Person angewiesen. Der Unternehmer und Milliardär Hans Peter Wild ist ein leidenschaftlicher Förderer und Rugby-Fan. Das Logo des bekanntesten Produkts des Unternehmers, Capri Sonne, ziert sogar die Brust der deutschen Rugby Nationalmannschaft. Mit seiner Stiftung „Wild Rugby Academy“ unterstützt Wild kräftig den Deutschen Rugby Verband sowie verschiedene Aktionen um den Rugby Sport in Deutschland als Breitensport zu etablieren. Für die letzte Aktion der Acadamy besuchten die beiden Nationalspieler Marcel Coetzee und Steffen Liebig 41 rugbybegeisterte Jugendliche im Sommercamp des Rugby Verbandes Bayern (RVBY). Mit den Aktionen soll das Interesse an Rugby gesteigert werden, es werden aber noch höhere Ziele angestrebt. In Partnerschaft mit dem Team Tokio aus der Rhein-Neckar Region sollen Athleten für den olympischen und paraolympischen Spitzensport gefördert werden.

 

Die ersten Erfolge für Rugby in Deutschland

Die Unterstützung der Wild Rugby Academy für die deutsche Nationalmannschaft zeigten dieses Jahr die ersten Früchte. Obwohl sich die deutsche 15er Rugby Mannschaft dieses Jahr noch nicht für die nächste Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, überwiegen die Erfolgsnachrichten im Rugby Sport. Mit einem starken fünften Platz schloss das deutsche Team bei der Premiere des DHL Oktoberfest 7s Turniers im Münchner Olympiastadium ab. Im Viertelfinale unterlag das Team mit dem Bundestrainer Vuyo Zangqa dem englischen Team mit 12:26 Punkten, konnte danach aber in der Platzierungsrunde überzeugen. Die Topteams aus Frankreich und Argentinien konnten mit 7:5 und 19:17 den deutschen Rugby Spielern nicht das Wasser reichen.

 

Die Erfolge der deutschen Rugby Nationalmannschaft und die Unterstützung der Verbände, speziell der Wild Rugby Academy Stiftung, wecken immer mehr Interesse an der Sportart aus England. In den nächsten Jahren werden Sportfans immer mehr von der in Deutschland noch stiefmütterlich behandelten Sportart Rugby hören.

Kategorie: Allgemein, International

Im European Continental Shield Wettbewerb trifft der Heidelberger RK im ersten Spiel auf Patara Calvisano

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